Wasser ist der wichtigste Nährstoff überhaupt: Ein Hund kann Wochen ohne Futter überleben, aber nur wenige Tage ohne Wasser. Eine Dehydration ist eine echte Gefahr, besonders im Sommer und bei körperlicher Anstrengung, und in schweren Fällen kann sie zu Nierenschäden, einem Schock und lebensbedrohlichen Folgen führen. Die gute Nachricht: Mit ein paar einfachen Vorkehrungen lässt sie sich fast immer verhindern. Schauen wir uns an, wie du sie erkennst, warum sie entsteht und was du jeden Tag tun kannst, damit dein Hund gut mit Flüssigkeit versorgt ist.
Um eine Dehydration zu verstehen, musst du zuerst wissen, was sie ist: ein Verlust von Flüssigkeit (und von Mineralsalzen, den Elektrolyten), der größer ist als das, was der Hund durch Trinken wieder aufnimmt. Gerät dieses Gleichgewicht aus den Fugen, fällt es dem Körper schwer, seine lebenswichtigen Funktionen zu erfüllen. Sie rechtzeitig zu erkennen, ist entscheidend.
Wenn du die Anzeichen lesen lernst, kannst du eingreifen, bevor es ernst wird. Die häufigsten Symptome einer Dehydration beim Hund sind:
Wenn dir diese Anzeichen auffallen, biete sofort frisches Wasser an und wende dich an deinen Tierarzt: Eine ausgeprägte Dehydration kann eine Rehydrierung über eine Infusion erfordern und sollte nicht in Eigenregie behandelt werden.
Eine Dehydration kann verschiedene Ursachen haben. Die häufigsten hängen mit Umgebung und Lebensweise zusammen, manche sind aber Warnzeichen für gesundheitliche Probleme:
Als grobe Faustregel trinkt ein gesunder Hund etwa 50-60 ml Wasser pro Kilo Körpergewicht am Tag. Das ist ein Richtwert: Der Bedarf steigt bei Hitze, bei körperlicher Aktivität und wenn die Ernährung allein auf Trockenfutter beruht, während ein Hund, der Nassfutter frisst, bereits einen erheblichen Teil seines Wassers über die Nahrung aufnimmt. Statt Milliliter zu zählen, kommt es vor allem darauf an, darauf zu achten, dass dein Hund regelmäßig trinkt und immer Wasser zur Verfügung hat.
Vorbeugen ist einfach und beruht auf ein paar guten Gewohnheiten:
Ein oft übersehener Punkt ist, dass Flüssigkeit auch aus dem Futternapf kommt, nicht nur aus dem Wassernapf. Trockenfutter enthält sehr wenig Wasser (rund 8-10 %), während Nassfutter und frisch gekochtes Futter sehr viel enthalten (70 % und mehr). Ein Hund, der ganz oder teilweise mit Nassfutter ernährt wird, deckt daher einen erheblichen Teil seines Wasserbedarfs direkt über seine Mahlzeiten.
Das hilft besonders Hunden, die von sich aus wenig trinken. Die Rezepturen von Pappa Fresh, gekocht und mit einem guten Feuchtigkeitsgehalt, tragen auf natürliche Weise zur täglichen Flüssigkeitsversorgung bei und sind zudem schmackhafter. Dennoch ergänzt Nassfutter nur die Notwendigkeit, immer frisches Wasser bereitzustellen, ersetzt sie aber nicht.
Eine Dehydration beim Hund ist eine echte Gefahr, besonders bei Hitze und körperlicher Anstrengung, aber fast immer vermeidbar. Lerne, die Anzeichen zu erkennen (Haut mit geringer Elastizität, trockenes Zahnfleisch, Teilnahmslosigkeit), sorge dafür, dass dein Hund immer frisches, sauberes Wasser hat, sei in den heißen Stunden vorsichtig und denk daran, dass auch Nassfutter zur Flüssigkeitsversorgung beiträgt. Bei ausgeprägten Symptomen oder anhaltendem Erbrechen und Durchfall, besonders bei Welpen, wende dich sofort an deinen Tierarzt.
Tierarzt und ärztlicher Leiter der Clinica ARS Veterinaria di Modena. Er beschäftigt sich täglich mit der Ernährung, Vorsorge und dem Wohlbefinden von Hunden, mit besonderem Fokus auf Futtermittelunverträglichkeiten und Gewichtsmanagement.
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