Das Herz eines Hundes arbeitet ein Leben lang unermüdlich, und wie jedes Organ kann es erkranken. Herzerkrankungen gehören zu den häufigsten chronischen Leiden beim Hund, vor allem mit zunehmendem Alter. Die gute Nachricht: Wer die Anzeichen rechtzeitig erkennt, kann sie oft gut in den Griff bekommen und seinem Hund über Jahre hinweg eine gute Lebensqualität schenken. In diesem Ratgeber schauen wir uns an, auf welche Symptome du achten solltest, welche Ursachen und Risikofaktoren es gibt und was du ganz praktisch tun kannst, um das Herz deines Hundes zu schützen.
Ein wichtiger Hinweis vorab: Dieser Artikel dient nur zur Information und ersetzt keine tierärztliche Untersuchung. Herzerkrankungen müssen von einer Tierärztin oder einem Tierarzt diagnostiziert und behandelt werden; deine Aufgabe ist es, die Anzeichen zu erkennen und deinen Hund im richtigen Moment zur Kontrolle zu bringen.
Herzerkrankungen schreiten oft langsam voran, und die ersten Anzeichen lassen sich leicht mit den normalen Alterserscheinungen verwechseln. Sie erkennen zu lernen, ist der erste Schritt, um früh zu handeln. Zu den häufigsten Symptomen gehören:
Keines dieser Symptome ist für sich genommen schon eine Diagnose – ein Husten kann zum Beispiel viele Ursachen haben –, aber ihr Auftreten, vor allem in Kombination, ist immer ein Grund für eine rasche tierärztliche Kontrolle.
Herzerkrankungen beim Hund haben nicht eine einzige Ursache. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen angeborenen Formen (von Geburt an vorhanden) und erworbenen Formen, die sich im Laufe des Lebens entwickeln und mit Abstand am häufigsten sind. Zu den weitverbreitetsten erworbenen Erkrankungen zählen die Degeneration der Mitralklappe, typisch für ältere kleine Hunde, und die dilatative Kardiomyopathie, die bei großen und sehr großen Rassen häufiger vorkommt.
Die wichtigsten Risikofaktoren sind:
Viele Herzerkrankungen lassen sich, rechtzeitig erkannt, wirksam mit Behandlungen in den Griff bekommen, die die Lebensqualität und die Lebenserwartung des Hundes verbessern. Deshalb sind regelmäßige tierärztliche Kontrollen so wichtig, besonders bei älteren Hunden und veranlagten Rassen: Bei der Untersuchung hört die Tierärztin oder der Tierarzt das Herz ab und kann ein Herzgeräusch oder eine Rhythmusstörung erkennen, noch bevor deutliche Symptome auftreten.
Bei einem Verdacht ermöglichen gezielte Untersuchungen (eine kardiologische Abklärung, Echokardiografie, Elektrokardiogramm, Röntgenaufnahmen des Brustkorbs), eine Diagnose zu stellen und die Behandlung festzulegen. Schieb die Kontrolle nicht auf: Bei Herzerkrankungen ist Zeit ein Faktor, der wirklich zählt.
Nicht allen Herzerkrankungen lässt sich vorbeugen – angeborenen oder genetisch bedingten Formen zum Beispiel nicht –, aber du kannst das Risiko senken und das Herz deines Hundes mit den richtigen täglichen Entscheidungen unterstützen.
Ernährung ist kein Heilmittel gegen Herzerkrankungen, aber sie ist ein wichtiger Teil der Vorbeugung und des gesamten Managements. Ein Hund, der vollwertig, ausgewogen und hochwertig ernährt wird und sein Idealgewicht hält, startet von einer besseren Ausgangslage. Besonders die Gewichtskontrolle ist eines der am meisten unterschätzten Mittel, um das Herz zu schützen.
Futter mit erkennbaren Zutaten und ausgewogenen Rezepturen zu wählen, hilft dabei, diese Aspekte im Blick zu behalten. Die Rezepte von Pappa Fresh zum Beispiel sind vollwertig und ausgewogen, von einer Tierernährungsexpertin entwickelt und in Portionen erhältlich, die auf das Gewicht deines Hundes abgestimmt sind: eine praktische Möglichkeit, es mit den Kalorien nicht zu übertreiben und deinen Hund in Form zu halten. Bei einer diagnostizierten Herzerkrankung ist es jedoch immer die Tierärztin oder der Tierarzt, die über die am besten geeignete Ernährung entscheidet, die in manchen Fällen spezielle Diätnahrung umfasst.
Herzerkrankungen beim Hund sind häufig, besonders mit zunehmendem Alter und bei bestimmten Rassen, aber die Symptome rechtzeitig zu erkennen – Husten, Müdigkeit, erschwerte Atmung, Ohnmacht – macht einen enormen Unterschied. Nicht allem lässt sich vorbeugen, aber deinen Hund auf einem gesunden Gewicht zu halten, für ausreichend Bewegung zu sorgen, ihn ausgewogen zu ernähren und die tierärztlichen Kontrollen nicht ausfallen zu lassen, sind die besten Mittel, die dir zur Verfügung stehen. Bei jedem beunruhigenden Anzeichen bleibt die goldene Regel dieselbe: Sprich mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt.
Tierarzt und ärztlicher Leiter der Clinica ARS Veterinaria di Modena. Er beschäftigt sich täglich mit der Ernährung, Vorbeugung und dem Wohlbefinden von Hunden, mit einem besonderen Schwerpunkt auf Futtermittelunverträglichkeiten und Gewichtsmanagement.
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